Interview mit Alexandra Pieterse
Alexandra Pieterse
    Interview mit einer modernen Hexe

Wer bei Hexen an schrumpelige Frauen auf Besen denkt hat sich gründlich getäuscht! Hexen von heute sind spirituell, stehen in engem Kontakt zur Natur und sind stolz auf ihre Weiblichkeit.
Ich feiere die Energie des Vollmondes nicht am Lagerfeuer, sondern auf der Tanzfläche!


Unsichtbare Kräfte

Ohne Zweifel - Hexen bestehen!
Es gibt immer mehr Frauen (und Männer, die sich Hexen nennen). In den USA ist Hexerei die am schnellsten wachsende 'Religion'. Wicca, wie Hexerei durch heutige Anwender genannt wird, besteht schon seit Jahrhunderten, lange vor Christen sich ausdachten, dass Hexen gefährlich sind!
Das Wort 'Wicca' stammt ab vom Angelsächsischen 'wicce' das ' Weise' bedeutet. Hexen sind Seherinnen, Priesterinnen, Heilmeisterinnen, die mit unsichtbaren, göttlichen Kräften arbeiten.
Alexandra Pieterse (34) aus Amsterdam über das Hexendasein:

" Manche finden mich total verrückt, hahaha. Darum nenne ich mich lieber nicht 'Hexe'. Ich bin auch nie Mitglied gewesen bei Hexengruppen, nur von sogenannten Weise Frauen Gruppen. Ich bin eine moderne Hexe, ich feiere die Kraft des Vollmondes lieber in der Disko als am Lagerfeuer. Und am liebsten arbeite ich alleine. Manchmal lade ich ein paar Freundinnen zur Gruppenmeditation ein, aber im Prinzip ist die Wicca Teil meines persönlichen Lebens."
"Noch immer sind Menschen schockiert, wenn sie hören, dass ich mit Magie arbeite. In meinem Wohnzimmer steht zum Scherz ein großer Hexenbesen, der doch immer wieder Leute erschreckt."
"Mit acht hatte ich meinen ersten wahrsagenden Traum: Ich träumte, dass ich eine Straße überqueren wollte und ein Junge neben mir von einem LKW überfahren wurde. Am nächsten Tag stand ich an dieser Straße, wo zwei Jungen sich rauften. Bevor ich etwas sagen konnte, fiel einer der Jungs auf die Straße und wurde von einem Lastwagen ergriffen...Dieser Erfahrung hat mich sehr verwirrt: Scheinbar konnte ich anwesend sein in einem Moment in der Zukunft. Seitdem fing ich an mich für andere Wirklichkeiten neben dem greifbaren Alltäglichen zu interessieren.
"Schon als Kind hatte ich eine Hexe als 'imaginäre Freundin'. Sie war immer bei mir zum Spielen und als Beschützerin. Erst später wurde mir klar, dass die Hexe ein Abbild von mir selber war - es war die Frau, die ich gerne werden wollte!"


Alexandra - geboren am 31 Oktober, Haloween - vertiefte sich in die Lehre der Wicca. Das beste Beispiel für Alexandras Magie ist die unglaubliche Genesung ihrer Tochter:


"Nach der Wicca-Lehre besteht alles aus Energie. Wir sie auffangen und leiten. Mit der Energie von Gedanken ist es möglich, die Energie der Wirklichkeit zu beeinflussen - das ist Magie"
Wunderbare Genesung

Bei Alexandras Tochter wurde Mittelohrentzündung diagnostiziert und sie kam auf eine Warteliste von 6 Wochen. Weil die Krankheit nicht ungefährlich war, beschloss Alexandra die Wicca ein zu schalten. Jeden Abend arbeitete sie an der Genesung ihrer Tochter, bis diese für die Operation aufgerufen wurde.

"Als sie von einem HNO- Arzt unersucht wurde, war ich überzeugt, dass sie geheilt war. Aber sie wies alle Symptome auf und wurde direkt in den OP gefahren. Da saß ich dann mit meiner Wicca. Ich hatte versagt und begann zu zweifeln an der Magie. Fünf Minuten später wurde meine Tochter unter Narkose aus dem OP gebracht. Der Arzt kam erstaunt auf mich zu. ‚Alle Symptome für eine chronische Mittelohrentzündung sind anwesend', sagte er,' außer der Entzündung selbst. Ihre Tochter ist kerngesund!'

In dem Moment versprach ich mir selber, nie mehr an der Kraft der Magie zu zweifeln. Aber kritisch bleibe ich immer, sonst verfalle ich in Aberglauben."
Hexen arbeiten mit Kerzen, Ölen, Weihrauch und Zaubersprüchen, Dingen, die selbst keine Zauberkräfte enthalten, aber Anschluss bieten an die Energie, die Hexen aufbauen und transformieren.
Die beste Zeit, um etwas los zu werden oder abzuschwächen ist die Periode des abnehmenden Mondes; um etwas zu schaffen oder zu verstärken ist die Zeit des zunehmenden Mondes geeignet.



Hexenjagd - Hexengeschichte

Seit dem Ende des Mittelalters wurden Hexen als Sündenbock angewiesen, für alles was schief lief: Krankheiten, Missernten, Armut. Menschen dachten, dass Hexen diese Katastrophen bewusst verursacht hatten und einen Pakt mit dem Teufel eingegangen waren. Auf dem Höhepunkt (Tiefpunkt) der Hexenverfolgung wurde jeder und vor allem jede , die von der Norm abwich, der Hexerei beschuldigt: alleinstehende Frauen, verhasste Familien und geisteskranke Menschen wurden durch Bekannte oder Nachbarn beschuldigt und damit zum Tode verurteilt.
In der Vergangenheit kam das schöpfende Vermögen Hexen teuer zu stehen. Hexen wurden Jahrhunderte lang falsch verstanden: Sie arbeiten mit der Mystik unsichtbarer Wirklichkeit und das beängstigte ihre Umgebung.
Wir sind aufgewachsen mit gemeinen Hexen aus Märchen: Hexen, die Schneewittchen giftige Äpfel geben und Hänsel und Gretel fett mästen um sie auf zu essen. Dieser Hexencharakter stammt aus mythologischen Geschichten, die nichts mit Hexerei zu tun haben. Der Hexenhass kommt auch in den Märchen nach vorne: der alleinstehenden Frau in Hänsel und Gretel ist nicht zu vertrauen und sie wird am Ende im Ofen verbrannt - genau wie all die unschuldigen Frauen auf dem Scheiterhaufen.
Glinda aus The Wizard of Oz, die gute Hexe aus dem Norden, gleicht den Hexen von heute noch am meisten. Sie erzählt der kleinen Dorothy, dass ihr Glück und ihre Fähigkeit, den Weg nach Hause zu finden immer in ihren eigenen Händen lag.



Das ist die wahre Hexerei: vertraue deinen inneren Kräften, um alltägliche Wunder zu bewirken!


Eine wahre Hexe lebt nach dem Motto: "Tu was du willst, aber tue niemandem Böses."
Frau des Lichts

Die Beschwörung einer Hexe ist so etwas wie ein Gebet oder positive Energie, die ins Universum gesandt wird, um eine Sache günstig zu beeinflussen. Schwarze Magie ist tabu, denn jede Hexe weiß, dass ein böser Fluch dreifach auf diejenige zurücktrifft, die ihn ausgeführt hat. "Ich bin eine Frau des Lichtes" , sagt Alexandra. "Ich weiß, dass es schwarze Magie gibt und dass sie funktioniert, aber ich halte Abstand von ihr.
Tief im Inneren jeder Frau wohnt eine Hexe, denken die Hexen selbst. "Ich bin nichts Besonderes",sagt Alexandra, "jede Frau kann die magischen Kräfte in sich selbst aufrufen."
Laurie Cabot schreibt in ihrem Buch Die Hexe in jeder Frau: "Eine Frau erkennt die Hexe in sich selbst, sobald eine Stimme in ihrem Inneren eine kräftige Stimme hört, die ihr rät, das Gegenteil von dem zu tun, was alle ihr raten. Die Hexe ist das subtile, innere Wissen einer Frau, der Traum, den sie nachts hat und der sich auf magische Weise am nächsten Tag erfüllt."
Hexen richten sich auf Mutter Erde und die magische Mondin, deren Zyklen Frauen leitet. Sie sind die selben Göttinnen, die alle Frauen vor uns auch beeinflusst haben
Alexandra fühlt sich gestärkt durch die Weisheit der Hexerei. "Ich fühle mich stark, ich kenne meine eigenen Kräfte und solche, die um mich herum wirken. Das Wissen von Ursache und Folge ist eine der wichtigsten Gesetzte der Wicca: alles hat einen Grund und ist selbst Begründung für etwas anderes. Dadurch stehe ich bewusst und aufmerksam im Leben. Und das kann ich jeder Frau raten."



Die in Kaliforniern lebende Hexe Zusanne Budapest drückt es so aus: "Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Wir kommen zusammen als Gleiche, als Seele und wir bringen etwas zustande, das uns alle nährt. Wir brauchen dafür keinen Tempel, wir setzen uns unter einen Baum - das ist unsere Göttin.





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