New York City – von Marion Reichwein

New York City – von Marion Reichwein



New York City – eine leidenschaftliche Affäre

Ich liebe sie, seit ich ihr zum ersten Mal begegnet bin. Vielleicht, weil sie mir ähnlich ist? Sie ist nicht leicht zu haben und sie gibt sich nicht einfach hin. Sie spaltet die Geister – es gibt nur zwei Reaktionen auf ihre unaufhörliche Aktivität, ihre Vielschichtigkeit und ihre Schönheit. Du liebst oder hasst sie. Eigentlich gibt es drei Kategorien. Die dritte ist: «Du kommst nicht mehr von ihr los!»

Viele Menschen, die in «meine Stadt» reisen, sehen den Dreck, hören den Lärm und spüren die Geschäftstüchtigkeit um sie herum. Sie sehen nicht, was ich sehe. Sie fühlen nicht, was ich fühle. Und sie werden New York auch niemals wirklich verstehen. Denn sie bemühen sich nicht. Sie wollen unterhalten werden und fühlen sich gleichzeitig erschlagen von all den Möglichkeiten. Sie kapitulieren vor der Menge an Kunst, Kultur und Sehenswürdigem. Sie rennen durch die Stadt und in ihrer Eile möglichst viel «abzuhaken», übersehen sie das Wesentliche.

Unser letzter Aufenthalt dort dauerte drei Wochen. Freunde und Bekannte fragten uns: «Was, um Himmelswillen, macht ihr drei Wochen lang in New York?» Da konnte ich nur zurückfragen: «Was, um Himmelswillen, macht ihr drei Wochen lang auf den Malediven? Wo nichts ist außer Strand, Palmen, Wasser und einer Hotelbar? New York ist die ganze Welt und man braucht mehr als ein Menschenleben, um es zu entdecken.»

Dieser kleine Exkurs zeigt den Unterschied zwischen den «Abhakern», die vielleicht kein zweites Mal mehr dorthin reisen und den «Süchtigen», die immer wieder kommen müssen. Ich habe durch die vielen Aufenthalte nicht mehr den Druck, bestimmte touristische Attraktionen abhaken zu müssen. Das gibt mir die Chance, die Stadt ganz anders wahrzunehmen.
Es einfach genießen, mit einem kleinen Picknick auf der Parkbank zu sitzen und die Menschen um mich herum zu beobachten. Da gibt es jede Nationalität und es ist spannend, eine Ausländerin unter Ausländern zu sein. Da sitzt der stämmige Farbige mit Goldschmuck und Muscle Shirt neben der Bankerin in Chanel-Kostüm und Turnschuhen. Da sind New Yorker Mütter mit ihren Kindern in mehr Farben, als Benetton in seiner Produktpalette hat :-) Nicht zu vergessen Jungs und Mädels, die an Stellen gepierct sind, von denen der durchschnittliche Europäer nicht mal weiß, dass man dort piercen kann. Mittendrin ein Clübchen weißhaariger Herrschaften, die sich in diesem Park wohl öfter treffen, um über alte Zeiten zu plaudern.

Ich liebe es, bei Barnes & Noble stundenlang zu stöbern und dabei Bücher und Zeitschriften bei einem Kaffee schon halb zu lesen, ohne dass mich eine ärgerliche Verkäuferin aus dem Laden wirft. Genauso wie ich es liebe, amerikanische Klatschblättchen zu lesen und zu schauen, was die Nation zur Zeit aus dem Gleichgewicht bringt.

Es fasziniert mich, dass ich auch noch morgens um 3.00 Uhr lebensnotwendige Einkäufe machen kann und das auch am Sonntag das ganz normale Leben weitergeht. Überhaupt - Shopping! Meine Faszination reicht von den 24h geöffneten Drugstores über die Märkte bis hin zu den Billig-Shops und natürlich den großen «Shopping-Legenden».

New York City ist eine schnelle Stadt mit halsbrecherischem Tempo. Ich mag es, in diesem Tempo «mitzufliegen». Ich mag die Geräuschkulisse, die sie unaufhörlich verursacht. Selbst jetzt – an meinem Schreibtisch sitzend – kann ich sie hören, wenn ich die Augen schließe. Die Sirenen von Polizei und Feuerwehr, das unterschwellige Hupen, das Rauschen, die nicht endende Bewegung.
Und natürlich die Musik. In vielen U-Bahn-Stationen und auf den Straßen spielen Künstler, die ganz wunderbare Musik machen. Die meisten von ihnen würden es locker mit denen aufnehmen, die in Deutschland Konzerthallen füllen und viel Geld verdienen. In New York ist die Außergewöhnlichkeit nichts besonderes. Sie ist Alltag.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis in der Grand Central Station. In der Bahnhofshalle ein Gewimmel und Menschenmassen, die vorbeirauschten. In einer Ecke stand ein Saxophonspieler und spielte, als würde es um sein Leben gehen. Diesen Moment habe ich nie vergessen. Es war, als wären er und ich allein in der riesigen Halle. Er spielte melancholische, traurige Songs, die durch die einzigartige Akustik dieses Gebäudes auf das Schönste eingefangen wurden. Seit diesem Tag kann ich kein Saxophon mehr hören, ohne mit den Tränen zu kämpfen.

Es gibt so viele Geschichten, die ich euch über New York erzählen könnte. Die «Süchtigen» werden verstehen, was ich meine und die anderen werden diese, «meine Stadt» hoffentlich bald selbst entdecken.
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Mit der Green Card nach New York City

Vielleicht träumst Du davon, in New York Dein Glück zu suchen? Leider ist es ohne Visum nicht möglich, länger als drei Monate in den USA zu bleiben. Ganz unmöglich ist es in diesem Fall, dort zu arbeiten. Es gibt eine Unmenge verschiedener Visatypen und die Vorschriften für deren Erhalt ändern sich ständig. Unbedingt empfehlenswert ist eine ausführliche Recherche im Internet und das ausführliche Studium eines (aktuellen) Fachbuches. Ich möchte hier nur auf die «Green Card Lottery» eingehen, die mit ein wenig Glück, die meiste Aussicht auf Erfolg hat.

Die «Green Card» (oder auch «Alien Registration Receipt Card» genannt) ist ein Einwanderungsvisa in die Vereinigten Staaten und bietet eine unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis.

Im Rahmen des «Diversity Visa Program» verlosen die USA seit dem 1. Oktober 1994 jährlich weltweit ca. 55.000 «Green Cards», um eine kontrollierte Einwanderung zu ermöglichen. An dieser «Lotterie» nehmen zwar sehr viele Menschen teil, aber trotzdem sind die Chancen ganz gut, auch weil durchschnittlich 40 % der Gewinner Europäer sind. Die Chancen für deutsche Bewerber liegen zwischen 1:15 und 1:20 je nach Teilnehmerzahl im betreffenden Jahr.

Dies bestätigt sich übrigens auch aus meiner Erfahrung – mein Mann und ich haben beide je einmal an der Lotterie teilgenommen und prompt «gewonnen». Ehepaare haben zwei Chancen, da jeder für sich mitmachen darf, bei Gewinn die Green Card aber für beide gilt.

Die «Green Card» bietet eine Reihe von Vorteilen für ihre Besitzer. So kann man sich – wie bereits erwähnt – unbegrenzt in den Vereinigten Staaten aufhalten und hat auch deutlich weniger «Wartezeit» bei der Einreise. Nach fünf Jahren ist man berechtigt, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Um mit einigen Mißverständnissen rund um die «Green Card» aufzuräumen, habe ich im nächsten Abschnitt zusammengestellt, was die «Green Card» nicht ist, bzw. was sie nicht kann:

Zunächst ist die «Green Card» nicht mehr – wie eigentlich der Name verrät – «grün», sondern eher «lachsrosa». Den Namen hat sie von den ursprünglichen «Green Cards», die bis in die 40er Jahre mit einem grünlichen Foto und grünen Schriftzügen versehen war, dann «blau» wurde und inzwischen die Farbe eines «Europäischen Führerscheins» angenommen hat.

Mit der «Green Card» hat man wie gesagt die Möglichkeit, nach fünf Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft zu beantragen (und auch zu erhalten). Diese ist praktisch mit allen Rechten eines «echten» Amerikaners verbunden. Allerdings gibt es hier zwei wichtige Ausnahmen: «Green Card»-Besitzer dürfen nicht an wählen und sie können nicht Präsident der Vereinigten Staaten werden, da dies den «geborenen» Amerikanern vorbehalten ist.
Die «Green Card» wird auch niemals in Deutschland selbst ausgehändigt oder zugeschickt, sondern immer nach der ersten Einreise in die USA (innerhalb von vier Monaten nach der Bestätigung über den Erhalt) an die neue amerikanische Adresse zugestellt. Denn Du musst wirklich in die USA auswandern und dort Wohnsitz begründen. Das ist Voraussetzung für die Aushändigung der «Green Card»

Wenn Du Dich für die «Green Card» interessierst, weil Du jederzeit «unbehelligt» in die USA einreisen willst und Dich dort unbegrenzt lange aufhalten möchtest, dann gibt es da einen kleinen Haken: Die «Green Card» wird nämlich automatisch ungültig, wenn Du länger als 365 Tage die USA verlassen hast.

Außerdem gibt es schon im Laufe der Beantragung der «Green Card» die Bedingung, dass Du einen Wohnsitz in den USA und am besten auch ein Arbeitsverhältnis in einer amerikanischen Firma nachweisen mußt.
Wenn Du an der Lotterie teilnehmen möchtest, kannst Du Dir bei verschiedene Bewerbungsservices die Formulare zur Teilnahme bestellen. Du kannst Dich aber auch auch direkt kostenlos mit einer Bewerbung und einem Foto an das DV-2002 Program, Kentucky Consular Center, Lexington, KY 41903, U.S.A., wenden. Du erhältst dann aber keine übersetzten Formulare und keine weitere Beratung oder Unterstützung! Der Zip Code (die Postleitzahl) gilt übrigens nur für Bewerber aus Europa.

Die «formal richtige» Bewerbung ist außerordentlich wichtig, da jedes Jahr über 2.000.000 Anträge wegen Formfehlern gar nicht erst an der Lotterie teilnehmen. Eine detallierte Beschreibung aller Vorschriften gibt es auf der Internetseite des «United States Department of State, Bureau of Consular Affairs».

Die wichtigsten Etappen auf dem Weg zur Green Card in Kürze:

• Bewerbung – (optionaler) Bewerbungsservice kostet ca. 100,00 DM,
• Verlosung der "Green Card" und (hoffentlich) der Gewinn,
• Benachrichtigung und Zusendung der Formulare an ca. 100.000 Lotterie-Teilnehmer,
• Formulare ausfüllen und an das "Consular Center" senden,
• Gesundheitszeugnis erstellen lassen – Kosten ca. 200,00 DM,
• Konsulatsbesuch – Bearbeitungsgebühr ca. 400 $,
• Entscheidung, ob Green Card erteilt wird,
• wenn ja, Einreise in die USA innerhalb der nächsten vier Monate,
• Stempel der Einwanderungsbehörde in den Reisepass,
• "Green Card" wird an die amerikanische Adresse geschickt.
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Arbeiten in New York City

Das Leben in New York ist hart. Hart ist auch das Arbeitsleben. Der Umstieg von unserem sehr sozialen «Rundum-Sorglospaket» fällt sicher nicht jedem leicht. Es ist vielleicht in keiner anderen Stadt möglich, so erfolgreich zu sein. Aber man kann auch in keiner anderen Stadt so schnell abstürzen.

«Einfacher» ist es vielleicht für die Künstler, die auch in unserem System nicht gerade verwöhnt werden. Und die Kreativität, die New York ausstrahlt, die Energie und das Leben, das dort stattindet, stellt sicher eine große Inspiration dar. Die andere Wahrheit ist – viele Künstlerinnen und Künstler können sich nur mit Jobs, wie z. B. als Kellnerin, über Wasser halten. Es gibt unglaublich viele talentierte Menschen in dieser Stadt, die auf ihre Chance warten. In der Zwischenheit serviert die junge, begnadete Sängerin Dir Deinen Hamburger.

Die New Yorker sind sehr ehrgeizig und effizient. Das Arbeitsleben ist geprägt von einem hohen Arbeitstempo. Wird die erwartete hohe Leistungsbereitschaft nicht erbracht, sitzt morgen eben ein anderer auf Deinem Stuhl. Einrichtungen wie zum Beispiel die Krankenversicherung sind immer noch keine Selbstverständlichkeit. Krank wird man dort besser sowieso nicht :-) Fassungslosigkeit ernten die Europäer mit ihren sechs Wochen Jahresurlaub. Hier sind drei Wochen das höchste der Gefühle.

Allerdings gibt es eine andere interessante Errungenschaft. Patricia (ursprünglich deutsch, lebt mit ihrem Freund seit ca. 2 Jahren in NY) erzählte mir, dass es in ihrer Firma bewegliche Feiertage gibt. Es arbeiten dort viele unterschiedliche Nationen unter einem Dach, die eben auch verschiedene und für sie teilweise sehr wichtige (z. B. religiöse) Feiertage haben. Jeder hat also einige arbeitsfreie Tage, an denen wichtige Feiertage mit der Familie begangen werden können.

Die Arbeitszeiten sind teilweise sehr drastisch, aber eben auch sehr kundenfreundlich. Natürlich hat «FAO Schwarz» (das Spielzeugkaufhaus) am 1. Weihnachtstag geöffnet, damit die Kinder die Bargeld-Geschenke von Oma und Opa gleich in Ware umsetzen können. Und selbstverständlich ist es möglich, auch am Silvesterabend um 22.00 Uhr noch Zahncreme zu kaufen.

Angenehm finde ich, dass Zeugnisse und Diplome nicht so wichtig sind. Es zählt nur das, was Du kannst und wenn Du morgen etwas anderes machen möchtest, kannst Du das durchaus machen. Hauptsache, Du hast die Sache im Griff und das nötige Talent für den Job. In Deutschland kommt man unter Umständen aus dem einmal in jungen Jahren falsch gewählten Beruf nie wieder heraus.

Auch in einer «coolen» Stadt wie New York gibt es natürlich Regeln im Business. Bei der Kleidung herrschen in den meisten Büros strenge Sitten. Die Herren tragen Anzüge, die Damen in überwiegender Mehrzahl Kostüme, manchmal auch Hosenanzüge. Das aus Filmen bekannte Klischee stimmt übrigens. Durch die Straßen flitzen die Mädels auf Turnschuhen, erst im Büro kommen die Pumps zum Einsatz. Freitags, am sogenannten «casual friday», dürfen die Angestellten zum Ausgleich oft leger gekleidet ins Büro kommen.

Man ist in den USA – unabhängig von Hierarchien – sehr schnell beim Vornamen. Und die Kultur der Geschäftsessen ist dort noch viel verbreiteter als bei uns. Alle Midtown Restaurants sind in der Woche mittags fest in der Hand von Geschäftsleuten.

Zusammenfassend kann man ganz sicher sagen, dass der Song «New York, New York» heute noch Gültigkeit hat. «Wenn Du es dort schaffst, dann schaffst Du es überall». Und ich persönlich habe echte Hochachtung vor denen, die ihr Glück in dieser faszinierenden, aber auch schwierigen Metropole suchen.
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Sicherheit in New York City

New York ist in den letzten Jahren zu einer der sichersten amerikanischen Großstädte geworden. Zu verdanken ist das hauptsächlich Bürgermeister Rudolph Giuliani mit seinem umstrittenen «Zero Tolerance Program». Im Rahmen dieses Programms werden schon kleinere Vergehen, wie das öffentliche Urinieren, Anbringen von Graffiti und Genuß von Alkohol in der Öffentlichkeit verhältnismäßig hart bestraft.

Man mag davon halten, was man will - aber der Erfolg gibt ihm recht. Die in den letzten Jahren erheblich aufgestockte Polizeikräfte sind eigentlich überall präsent und vermitteln ein recht sicheres Gefühl. Trotzdem, New York ist kein globaler Kinderspielplatz und in einer Stadt dieser Größe muß man immer mit ein paar «Verrückten» oder «Kriminellen» rechnen.

Obwohl ich selbst nicht aus schlechten Erfahrungen heraus berichten kann, ein paar Tipps um eventuellen Schaden abzuwenden:

  • Vor der Reise Kopien der Personalpapiere anfertigen, diese Kopien auf alle Streifzüge durch Manhattan mitnehmen und das Original im Hotelsafe deponieren.
  • Ein separates, billiges Portmonaie mit ca. 20 $, das man im Falle eines Raubes herausgeben kann.
  • Wenn man zu zweit unterwegs ist, nur eine Kreditkarte mitnehmen.
  • Generell immer nur das nötigste an Geld, Reiseschecks und Kreditkarten einpacken.
  • Nicht die Touristin «raushängen» lassen, dazu gehören:
    • Mitten auf der Straße den Stadtplan in voller Breite auspacken,
    • Fotoapparat und Videokamera erkennbar umhängen,
    • Rucksäcke und typische Touristenkleidung.
  • Aufpassen im Gedränge oder wenn jemand nach dem Weg fragt!
  • Wertvolles möglichst nicht in die Handtasche, sondern z. B. in die Innentasche der Jacke.
  • Handtaschen mit «Click-Verschluß» meiden, schwer zu öffnendes Modell quer umhängen, am besten unter die Jacke oder den Mantel.
  • Im Falle eines Überfalls nie die Heldin spielen, das ist kein Geld der Welt wert.
  • Niemanden anstarren, das wird als Provokation verstanden. Das ist auch die Erklärung dafür, weshalb in der «Subway» einer am anderen vorbeischaut und auch die freundliche Bedienung bei Mac Donalds Dir nicht in die Augen sieht.

Mit den (meisten) Männern in New York wird man als Frau wenig Schwierigkeiten haben. Die Amerikaner kämpfen sehr mit der selbst auferlegten «Political Correctness», denn diese Entwicklungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Beziehungen zwischen Mann und Frau. Für einen Mann ist es inzwischen fast zu riskant, mit einer Frau allein im Aufzug zu fahren. Deshalb sind die Herren der Schöpfung eher vorsichtig. So wie man überhaupt trotz aller Hektik meist rücksichtsvoll miteinander umgeht. Im Gedränge hört man ein fortwährendes «Excuse me» und «Sorry».

Sicherheit ist eine sehr subjektive Sache. Wo die eine kein Problem hat, schlottert die andere schon vor Angst. Ich bin eine bekennende «Bang-Büx». Aber das bin ich nicht nur in New York, sondern generell. Mir würde zum Beispiel nie einfallen, nach Einbruch der Dunkelheit in einen Park zu gehen. Egal, ob es nun der Central Park ist oder unser beschaulicher Erftstädter Schloßpark. In New York halte ich es immer so: Wenn ich in eine Gegend komme, die mir absolut unheimlich ist, mache ich entweder kehrt oder werfe mich ins nächste Taxi.

Ein sicheres Gefühl hängt natürlich auch davon ab, ob man ganz allein, zu zweit oder in einer Gruppe unterwegs ist. So kann ich Euch nur raten, auf Euren Bauch zu hören, denn die Intuition lügt nicht. Wenn in einer Situation ein unangenehmes Gefühl aufkommt, sollte frau diesem Gefühl nachgeben und sich der Situation entziehen.

© Marion Reichwein 2000


eMail an Marion:
Marion@Reichwein.de

zu Marions NYC Website:
www.nyc-guide.de
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